Psycho-Physiognomik nach Carl Huter · Bayern e.V.

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Was ist Psycho-Physiognomik?

Carl Huter prägte diesen Begriff im Jahre 1889.
Psycho-Physiognomik setzt sich aus drei, aus dem griechischen kommenden, Wörtern zusammen:

Psyche = Seele; Physis = Körper; Gnomon = Schattenzeiger, Beurteiler.

So meint der Begriff Psycho-Physiognomik, dass der Körper, besonders das Gesicht, der Körperbau, die Mimik. die Gestik, die seelischen Eigenschaften eines Menschen anzeigt.

Carl Huter schreibt in seinem Hauptwerk "Menschenkenntnis":
"Die praktische Kunst der Psycho-Physiognomik besteht wohl in der Enträtselung der Augensprache, der Gesichtszüge, der Nasentypen, kurz in der Erkenntnis des seelischen Inhalts jeder lebendigen Form. Die Wissenschaft der Psycho- Physiognomik beginnt aber mit der Erforschung des ersten Lebensorgans, "der Zelle", und wendet die hier gefundenen Lebens- und Formgesetze bei allen Lebewesen an, die aus der Zelle entstanden sind ...". "Die Psycho-Physiognomik ist im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur Gesichts- und Körperformenlehre, sondern auch Lebens- und Seelenausdruckskunde. Sie zeigt uns den naturgesetzlichen Zusammenhang zwischen Lebenskraft, Geistesenergie und Körperform und daher sage ich:
"Menschenkenntnis durch Gesichtsausdruckskunde."

 

Geschichte der Psycho-Physiognomik

Die Physiognomik ist eine alltägliche Lebenserfahrung, die sich im Betrachten der Umwelt und im Wahrnehmen des Gegenübers durch die Form, durch die Farbe und durch die Gestalt entsprechend orientiert. Ihre Grundlagen gehen sehr weit zurück in die frühen Zeiten der Antike, in der sich Menschen ganz besonders mit dem Menschen beschäftigt haben.

Die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über die Physiognomik stammen von Hippokrates von Kos, der von 460 - 377 vor Christus lebte und in Larissa starb. Er beobachtete Menschen beim Sterben. Dadurch konnte er die Gesichtsveränderungen wahrnehmen, die sich bis heute in dem Begriff der Facies Hippokratica erhalten haben.

Als Hippokrates starb, war Aristoteles gerade sieben Jahre alt (geb. 384 in Stagira, gest. 322 in Euböa). Er gilt als einer der größten Philosophen. Aristoteles war ein Schüler Platons und hat sich mit allen naturwissenschaftlichen Bereichen auseinandergesetzt. Er beschäftigte sich mit dem Theater, der Rhetorik, der Sprache, mit Naturbeobachtungen und erkannte dabei die vier Elemente. Aristoteles übertrug diese auf den Menschen. Er stellte nämlich fest, dass die vier Elemente: Feuer, Wasser, Erde, Luft in ihren Wesensarten und ihrer bestimmten Weise auch beim Menschen sichtbar sind. So konnte er die Temperamentenlehre aufgrund der Erkenntnisse über die 4 Elemente entwickeln.

Seine Zuordnung der Temperamente ist folgende:
Aufzähler Dem Element Luft wird der Leichtblütige zugeordnet, der Sanguiniker.
Aufzähler Dem Element Feuer wird der Heißblütige zugeordnet, der Choleriker.
Aufzähler Dem Element Erde wird der Schwerfällige, Träge zugeordnet, der Phlegmatiker.
Aufzähler Dem Element Wasser wird der Traurige, Schwermütige zugeordnet, der Melancholiker.

Die Elementenlehre von Aristoteles hat sich über viele Jahrhunderte gehalten, bis der griechisch-römische Arzt Galenus (129 - 201 n. Chr.) diese Erkenntnisse der Temperamente auf die von Hippokrates stammende Lehre von den Kardinalssäften übertrug.
Aufzähler Sanguis - Blut
Aufzähler Chole - gelbe Galle
Aufzähler Melanchole - schwarze Galle
Aufzähler Phlegma - Schleim

Diese Grundlage der Temperamentenlehre war über viele Jahrhunderte hindurch ausschlaggebend und grundlegend für das Erkennen des menschlichen Charakters.

Bereits im Mittelalter jedoch gab es im Zeitalter der Renaissance eine deutliche Veränderung. Der Mensch wurde in dieser Zeit in seiner Körperlichkeit wieder neu entdeckt.

Es war Johann Baptista Della Porta (1535 - 1615), der vergleichende Studien zwischen Mensch und Tier anstellte und auch Johann Dryander, der 1537 eine Menschenkenntnis darlegte, die sehr detailliert die Physiognomik des Menschen beschrieb, indem er den einzelnen Arealen besondere Bedeutungen zuordnete, besonders der Stirn das Denkleben.

Es war dann ca. 250 Jahre später Johann Caspar Lavater (1741 - 1801), er war als Pfarrer in Zürich tätig, der sich aus Menschenliebe auf die physiognomische Betrachtung einließ. Im Jahre 1776 veröffentlichte er seine "Physiognomischen Fragmente". In diesen Fragmenten hat Lavater seine eigenen Beobachtungen aber auch die seiner Zeitgenossen, mit denen er korrespondierte, so auch mit Goethe, zusammengetragen. Dadurch hat er eine neue Grundlage zur Betrachtung des Menschen auf der Basis des Individuums geschaffen.

Nach der Veröffentlichung seiner Schriften ist die Physiognomie auch in der Literatur der Romantik häufig zu finden. Ganz deutlich wurde das im Schauspiel "Die Räuber" von Schiller (1757 - 1806), der dort den Franz von Moor seine eigene Physiognomie beschreiben läßt. Auch Goethe und später Büchner haben sich mit der Physiognomik beschäftigt und nach Lavater war es wesentlich mehr verbreitet, sich über physiognomische Erkenntnisse zu orientieren.

Diese physiognomischen Erkenntnisse Lavaters hatten jedoch noch keine wissenschaftlich begründete Aussage. Dadurch waren sie jeglicher willkürlicher Kritik ausgesetzt.

Erst durch die Forschungen Carl Huters wurde die Physiognomie zur modernen Menschenkenntnis, zur Psycho-Physiognomik weiter entwickelt.
Seine Psycho-Physiognomik baut auf zwei grundlegenden Erkenntnissen auf:
Aufzähler Die Erkenntnis der Naturellehre, die sich aus der Keimblattlehre heraus entwickelt.
Aufzähler Die Erkenntnis der Kraftrichtungsordnung, nach der sich jede Formentwicklung im Organischen sowie Anorganischen vollzieht.

Der Schweizer Naturarzt Dr. Natale Ferronato hat in 50-jähriger akribischer Forschungsarbeit die Ausdruckszonen des menschlichen Gesichtes studiert. Er fand dabei viele Merkmale die über Organstörungen und Organerkrankungen informieren. Die Erkenntnisse hat er 1992 in seinem Pathophysiognomik-Atlas veröffentlicht.

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Letztes Update: 25.06.2017
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