Psycho-Physiognomik nach Carl Huter · Bayern e.V.

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Carl Huter

Carl Huter wurde am 9. Oktober 1861 in Heinde bei Hildesheim geboren. Er absolvierte dort eine Dekorations-, Porzellan- und Porträtmalerlehre. Er bildete sich autodidaktisch in kunstgeschichtlicher, philosophischer , naturwissenschaftlicher und physiognomischer Richtung fort. So greift er auf die Erkenntnisse z.B. der alten Physiognomen (Johann Joachim Winckelmann, Giambattista della Porta), der Phrenologen (Gustav Scheve, Franz Joseph Gall) und der Mimiker (Charles Bell, Johann Jacob Engel ), um nur einige zu nennen, zurück und baut sie in sein eigenes System ein.

Bereits 1883 prägt er den Begriff Kallisophie (Ethische Schönheitslehre) und 1889 das Wort Psycho-Physiognomik.
Zwischen 1904 und 1906 veröffentlichte Carl Huter sein Hauptwerk zur Psycho-Physiognomik in fünf Unterrichtsbriefen „Menschenkenntnis durch Körper-, Lebens-, Seelen- und Gesichtsausdruckskunde“.
Für Carl Huter bildet die Psycho-Physiognomik die primäre Wissenschaft, denn seiner Meinung nach ist alles reale Erkennen zunächst an das Äußere der Dinge gebunden, sodass niemand unmittelbar in das Innere schauen kann, sondern stets auf das Äußere angewiesen ist.
Huter war ein Leben lang bestrebt seine Lehre mit den wissenschaftlichen Disziplinen Biologie, Physik, Anatomie, Astrologie, Psychologie und Theologie in Einklang zu bringen. Ohne Kenntnis der Gesetze, die sowohl die Entstehung der Zelle, als auch das Werden des Universums leiten ist auch keine wirkliche Menschenkunde möglich, schreibt er.
Zusammen mit seinem Freund und Schüler Dr. phil. Adolf Brodbeck regte Carl Huter das erste Weltreligionsparlament an, das 1893 in Chicago durchgeführt wurde. Ein zweites Religionsparlament wollte Huter im Jahre 1913 abhalten. Durch seinen Tod im Dezember 1912 kam es jedoch nicht mehr dazu.
Carl Huter verstarb, viel zu früh, am 4. Dezember 1912 in Dresden im 52. Lebensjahr.

Was ist nun das Besondere und Originale bei Carl Huter?
I. Das Empfinden

Während der Monismus, vertreten durch Ernst Haeckel, behauptet, der Stoff könne aus sich selbst heraus Kraft oder Bewegung erzeugen, die Entstehung und die Entwicklung des Lebens also mechanische Ursachen haben und Gott und Natur somit identisch seien, weist Carl Huter nach, dass noch ein drittes „Weltelement“ in der Natur vorhanden ist, nämlich die Empfindungsenergie. Das Empfinden ist die oberste Weltenergie aus der alle Kraft hervorgegangen ist.
Jeder Antrieb zur Kraftbildung setzt einen Impuls voraus. Impuls ist nicht denkbar ohne Empfinden. Aus Empfinden entsteht das Sehnen, Wünschen und Wollen, das Bewusstsein. Der Wille wurzelt also im Empfinden. Das Empfinden trägt in sich den Impuls zu höherem Bewusstsein zu gelangen. Es strebt nach Schönheit und Vollkommenheit. Sie ist der göttliche Funke in jedem Lebewesen. Sie treibt die Evolution voran und ist gleichzusetzen mit Geist und Liebe. Das Empfinden ist in der sog. „toten Materie“ genauso vorhanden, wie in der Tier- und Pflanzenwelt. Nur in abgestufter Form und unterschiedlicher Intensität.

II. Naturelllehre

Durch vergleichende Beobachtung der Gesichts-, Kopf-, und Körperform als auch der Mimik, Gestik und Verhaltenweisen verschiedener Personen entwickelte Huter sein Naturellschema. Seine neue physiognomische Körperkonstitutionslehre.
Er teilt die Menschen - dann auch Tiere und Pflanzen - in fünf Grundnaturelle ein:
1. das harmonische Naturell
2. das disharmonische Naturell
3. das Ernährungsnaturell
4. das Bewegungsnaturell
5. das Empfindungsnaturell.
Außer diesen Grundnaturellen fand er noch zahlreiche Zwischennaturelle, bei denen zwei oder mehrere der fünf Grundnaturelle vermischt auftreten.

III. Kraftrichtungsordnung

Über die Kraftrichtungsordnung wird jede Form gebildet. Ausgehend von der Konzentrations- und Attraktionskraft also Vereinigungs- und Anziehungskraft, weiter über den physiologischen Magnetismus und der Elektrizität, dann über die feinstofflichen Substanzen, Medioma und Od, der strahlenden- und der gebundenen Wärme, bis hin zur strahlenden- sowie fühlenden Helioda.

IV. Weltanschauung und Gottesbild

Die Psycho-Physiognomik bildet bei Carl Huter den Ausgangspunkt seiner neuen Weltanschauung. Ursprung allen Seins bildet bei ihm der sogenannte Urweltäther. Er trägt in sich die Urenergien für Kraft, Stoff und Emfindung. Der Anstoß der Empfindungsenergie bringt eine Differenzierung des Urweltäthers. Es entsteht das Ruhilion, in dem Ruheenergie vorherrschend ist. Sie führt zur Entwicklung der chemischen Stoffe, der Atome und Moleküle. Daneben bildet sich das Bewegungsilion, in dem die Bewegungsenergie vorherrscht. Diese bewirkt Wechsel und Wandel und führt zur Entwicklung der physikalischen Kräfte. Schließlich entsteht das Empfindungsilion, hier ist die Empfindungsenergie vorherrschend geworden. Sie ist die treibende Kraft im Universum. Sie führt zur Entstehung der Lebewesen und der geistigen Energie, als auch zur Gottheit und der göttlichen Wesen. Empfindungsenergie ist Liebesenergie, Liebesstrahlkraft. Durch die Differenzierung des Urweltäthers, die durch Ausscheidung von Energien von statten ging (Schmerz), entstand die Sehnsucht und das Streben, das Ausgeschiedene wieder aufzunehmen und damit Ausgleich und Harmonie zu erfahren. Damit wurde aber Entwicklung eingeleitet.
Während es in der Bibel heißt: „Gott schuf Himmel und Erde“, so ist es nach Carl Huter nicht Gott gewesen, der alles erschuf, sondern bevor etwas entstehen konnte, musste seiner Meinung nach der Raum da gewesen sein. Im Raum existierten die zwei Urenergien, die in ewiger Wechselwirkung, die Schöpfer aller Dinge waren und sind. Diese zwei polaren Kräfte, die eine mit der Eigenschaft der Ausdehnung, der Größe, Weite und Expansion, die andere nach Konzentration, Kleinheit und Feinheit strebend, schufen durch ihr männliches (Allah) und weibliches (Mindah) Prinzip, den Urweltäther. In ihm liegen die drei Grundenergien Ruhe (Stoff), Bewegung (Kraft) und Empfindung (Geist) in Harmonie, gleich stark beieinander. Hier schlägt Carl Huter einen Bogen zu seiner Naturelllehre. So trägt alles was ist dieses polare Prinzip in sich: Das Streben nach Größe, um sich mit anderen zu vereinigen und den Drang nach Wahrung der Einheit. Es ist die Einheit in der Vielheit (Holon).

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Die drei primären Naturelle: Ernährung, Bewegung, Empfindung

Ernährungsnaturell
Bewegungsnaturell
Empfindungsnaturell

 

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Letztes Update: 25.06.2017
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